Behandlung Demenzkranker im Akutkrankenhaus

 

Warum muss die Behandlung Demenzkranker
im Akutkrankenhaus verbessert werden?

Immer mehr ältere Patienten, die in Allgemeinkrankenhäusern etwa wegen eines Knochenbruchs oder eines Herzproblems behandelt werden, leiden auch an einer Demenzerkrankung. Für die alten Menschen entsteht schon allein durch die ungewohnte Umgebung großer Stress. Zudem verstehen sie häufig nicht, was um sie herum geschieht, haben Angst, wollen nach Hause, leisten Widerstand gegen die Behandlung. In dieser Situation wären sie auf kompetente Hilfe und Unterstützung angewiesen. Das Gegenteil ist oft der Fall: Das Krankenhaus stellt mit einer unübersichtlichen Architektur, mit fehlender Tagesstrukturierung und mit einem für die Dementenversorgung nicht ausreichend geschulten Personal ein geradezu demenz-förderndes Milieu dar. Viele Demenzkranke entwickeln in der Folge Delirien im Sinne akuter Verwirrtheitszustände, die mit Halluzinationen, Unruhe oder Teilnahmslosigkeit einhergehen und unbehandelt schwerwiegende Konsequenzen haben können. Diese Zustände treten vor allem nach dem Einsatz von Narkosen auf. Damit wird der Krankenhausaufenthalt für Demenzkranke häufig zu einer Krisensituation mit negativen Auswirkungen auf weitere Lebensperspektiven.

 




Vortrag von Dr. med. Bernd Gehlen:
Demenzkranke Menschen im Akutkrankenhaus
- Ein (etwas extremer) exemplarischer Fall


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In der Ausgabe vom 07./08. Januar 2012 berichtet "taz.die tageszeitung", Berlin, unter der Überschrift "Liebe bis zuletzt"  über das Thema "Demenz im Krankenhaus". Einen Link zum Artikel von Anna Corves finden Sie hier:

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